03.12.2018
Termine Dezember 2018


  • Verkaufsstand auf dem Adventsmarkt der Sozialen Initiativen, Bismarckplatz in Regensburg
    Freitag - 07.12.2018 - 14:00-21:00 Uhr
    Samstag - 08.12.2018 - 11:00-21:00 Uhr
    Sonntag - 09.12.2018 - 10:00-19:00 Uhr
  • Kein Stammtisch im Dezember 2018



    Juli 2018
    Nächste Termine


    • Nächster Stammtisch: 18. Juli 2018 (Mittwoch)
      18:00 Uhr, Jungbräu Abensberg
      Willkommen sind alle Mitglieder, Freunde, Gönner und Interessierte
    • Fahrt zum Kloster Säben (sog. B.B.W.-Fahrt): 28.09.-02.10.2018
      Information und Anmeldung bei Hermann Messerer (09443-709-189)



    1. Juni 2018
    Einladung vom Vortrag mit Dr. Notker Wolf OSB

    Der Verein Kloster Säben Freunde lädt ein zum Vortrag "Deutschland schafft sich nicht ab" mit Dr. Notker Wolf, OSB

    Für weitere Informationen klicken Sie bitte links auf das Plakat.



    April 2018
    Nächste Termine

    • Nächster Stammtisch: 18. April 2018 (Mittwoch)
      18:00 Uhr, Jungbräu Abensberg
    • Vortrag von Notker Wolf OSB in der Pfarrkirche St. Barbara Abensberg:
      1. Juni 2018, 19:30 Uhr
      (Eintritt frei, Spenden zugunsten des Kloster Säben erwünscht)
    • Fahrt zum Kloster Säben (sog. Vereins-Fahrt): 22.06.-24.06.2018
      ggf. auch schon ab 21.06.2018, je nach Wunsch und Absprache der Teilnehmer.
      Information und Anmeldung bei Hermann Messerer (09443-709-189)
    • Fahrt zum Kloster Säben (sog. B.B.W.-Fahrt): 28.09.-02.10.2018
      Information und Anmeldung bei Hermann Messerer (09443-709-189)



    Ostern 2018
    Ein Osterbrief 2018

    Mit der Taufe Jesu am Jordan durch den Bußprediger Johannes beginnt Jesus seinen göttlichen Sendungsauftrag als seine Bestimmung zu begreifen. Für Johannes ist Jesus "der nach ihm Kommende", der nicht mehr mit dem Wasser der Buße, sondern mit dem "Feuer des Geistes" tauft. In der Einsamkeit der Wüste dann wird sich jesus seiner prophetischen Existenz bewusst.
    "Kehret um, das Reich Gottes ist nahe", war der Ruf des Täufers. Mit Jesus, dem Heilsverkünder und Heilsbringer, ist das Reich Gottes jetzt nicht nur nahe, sondern schon angebrochen. Ein Paradigmenwechsel von der Zeit der Erwartung zur Zeit der Ankunft, von der Ankündigung zur Erfüllung.
    Diese Bewusstseinsverschiebung prägt auch in Jesus das Gottesbild vom Richter-Gott des AT zum Vater des NT. Nicht mehr Buß- und Sühneopfer, sondern Gnade. Nicht Gericht, sondern Barmherzigkeit. Nicht Selbsterlösung, sondern Hingabe.
    Selbsterlösung ist die große Versuchung des Menschen. Dieser Versuchung stellt sich Jesus selbst in der Wüste, der Versuchung der Macht und der Herrschsucht. Er bleibt seiner Sendung treu, auch durch die entsetzliche Todesangst am Ölberg hindurch. "Weg mit dir, Satan", fährt Jesus Petrus an, als er ihn ängstlich von seinem Gang nach Jerusalem abhalten will,"denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen."
    Papst Franziskus sagt voll Vertrauen: "Ein barmherziger Vater führt seine geliebten Kinder nicht in Versuchung", und lässt sie schon gar nicht in der Versuchung fallen. So ist die 6.Vaterunser-Bitte zu verstehen. Oder gibt es ihn wirklich, den Bösen in Person ? Den Widersacher, "den Geist, der stets verneint", wie in Goethes Faust. Der Schöpfer als absolut Guter kann und wird auch seine Schöpfung nicht fallen oder dem Bösen über-lassen, denn damit wäre "alles,was entsteht, wert, dass es zugrundegeht", wie Mephisto weiterphilosophiert, angesichts der Ungeheuerlichkeiten und des Elends auf der Welt.
    Die Moderne aber kennt eschatologische Heilserwartungen nicht mehr. Sie akzeptiert nur mehr das Diesseits. P.Laplace braucht bekanntlich die Hypothese "Gott" nicht. Anständig kann der Mensch auch ohne Himmel, Hölle und Fegfeuer sein. Der mündige Mensch ist von sich aus verantwortlich für die Gestaltung einer heilen Welt und einer gerechten Gesellschaft. Er vertraut auf den wissenschaftlichen Fortschritt und den wirtschaftlichen Erfolg.
    Auch I.Kant traut der theoretischen Vernunft nicht über den Weg. Er appelliert an seine "praktische Vernunft", wenn es um die Sorge der Humanität des Menschen geht. Er beruft sich auf einen Gott, der das Wohl des Menschen will.
    Wenn es keinen Gott gibt, gibt es auch keine Gerechtigkeit für die Opfer der Geschichte. Sie bleiben immer Opfer und die Täter triumphieren. Dieser Logik kann höchstens eine kranke Vernunft folgen, die letztlich angesichts der brutalen Wirklichkeit des Bösen sich selbst widerspricht.
    Horckheimer und Adorno sprechen von "Dialektik der Aufklärung", von "Größe und Elend des Menschen". Auch Benedikt XVI forderte eine zweite Aufklärung. Da hilft auch keine digitale Selbstoptimierung der Person und des Bewusstseins, von der die Transhumanisten träumen.
    Vielleicht wird aber der Christ der Zukunft, wie Karl Rahner sagt, "ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein". Ähnliches erahnen die Spiritualisten unter den Großen der Astro- oder Nanaphysiker, von Einstein bis Heisenberg, denen die rein naturwissenschaftlichen Paradigmen und Dogmen zur vollständigen Erklärung nicht genügen. Auch Stephen Hawking war es nicht mehr vergönnt, die Welteinheitsformel zu finden.
    Spiritualität und Quantenphysik scheinen sich zu berühren.Spiritualität und Mystik aus dem dualistischen Korsett Descartes´schen Denkens. Die Subjekt-Objekt-Spaltung wird gleichsam aufgehoben, und das personale "Ich" wird gleichsam miteinbezogen in einen schöpferischen Prozess, der alles synthetisch übersteigend das Göttliche berührt : ein Resakralisierungsprozess, denn nicht wie die Welt ist, sondern dass sie ist, ist das Mystische, wie schon Wittgenstein in seinem berühmten "Tractatus" schrieb.
    Seit der Antike aber wird das "Böse" als "Mangel an Gutem" gedacht. Der Mensch als Mängelwesen bedarf der Erlösung, auch um Gott als den absolut Guten zu erkennen und bekennen. Aber in seiner gottgewährten Freiheit ist der Mensch immer auch in Gefahr, seinem " Gotteswahn", zu verfallen. Der Mensch aber als Ebenbild in Christus, dem Auferstandenen, erlöst, ist in seine Selbstverantwortung gerufen und ermächtigt, an diesem Heilsprozess teilzuhaben und teilzunehmen mit seiner ganzen schöpferischen Kraft, um so dem Bösen keinen Raum zu lassen.
    Der Mensch ist mehr als seine innerweltlichen Möglichkeiten zulassen, gleichsam mit einem Fuß im Jenseits. Das Jenseits in seinen unendlichen noch immer unerfüllten Möglichkeiten, zu denen auch die noch nicht ausgeschöpfte göttliche Macht gehört, das menschlich Unmögliche zu ermöglichen und so Hoffnung zu stiften.
    Das Jenseits wird der "Ort" sein, an dem vergangene, verpasste, unerfüllte Lebenschancen Erfüllung, wo Schuldgeständnisse, Reue, Sühne und Versöhnung finden. Diese Hoffnung erhält der Auferstandene durch sein Leiden und seinen Tod hindurch für alle bereit. Die Opfer werden nicht mehr Opfer sein und die Täter ihre Taten beschämt gestehen. Und wenn schon die Opfer vergeben, die selber die Liebe des Barmherzigen erfahren, wird auch der Barmherzige selber vergeben, wie in der Vaterunser-Bitte verheißen.
    In dieser endgültigen Hoffnung ist "Schluss mit der Angst", wie Notker Wolf, der ehemalige Abtprimas der Benediktiner sein neuestes Büchlein betitelt. Er wird am 1.Juni zu uns sprechen. Ja, Schluss auch mit der Angst in unendlicher, abgrundtiefer Sinnlosigkeit aufzugehen. Wer auf diesen Gott setzt, der das Gute will, gewinnt die Wette auf Leben, wie der Philosoph Blaise Pascal meint, und wer nicht auf Gott setzt, hat schon verloren, weil er die Frage nach einem Gott widerspruchsfrei nicht einmal denken kann. es gibt also gute Gründe, zu glauben, zu hoffen und den Auferstandenen zu lieben, der die Angst besiegt hat, nicht psychisch, sondern auch physisch. das bleibt die Kernbotschaft unseres Glaubens.
    "Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unser Glaube sinnlos"..."sind wir erbärmlicher dran als alle anderen Menschen" ( 1.Kor.15, 14 ff.). Die Botschaft vom Reich Gottes steht und fällt mit der Auferstehung Christi.

    In diesem Glaubensbewusstsein wünsche ich uns allen ein frohes und gesegnetes Osterfest

    Hans Eberhardt




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