1. Juni 2018
Einladung vom Vortrag mit Dr. Notker Wolf OSB

Der Verein Kloster Säben Freunde lädt ein zum Vortrag "Deutschland schafft sich nicht ab" mit Dr. Notker Wolf, OSB

Für weitere Informationen klicken Sie bitte links auf das Plakat.



April 2018
Nächste Termine

  • Nächster Stammtisch: 18. April 2018 (Mittwoch)
    18:00 Uhr, Jungbräu Abensberg
  • Vortrag von Notker Wolf OSB in der Pfarrkirche St. Barbara Abensberg:
    1. Juni 2018, 19:30 Uhr
    (Eintritt frei, Spenden zugunsten des Kloster Säben erwünscht)
  • Fahrt zum Kloster Säben (sog. Vereins-Fahrt): 22.06.-24.06.2018
    ggf. auch schon ab 21.06.2018, je nach Wunsch und Absprache der Teilnehmer.
    Information und Anmeldung bei Hermann Messerer (09443-709-189)
  • Fahrt zum Kloster Säben (sog. B.B.W.-Fahrt): 28.09.-02.10.2018
    Information und Anmeldung bei Hermann Messerer (09443-709-189)



Ostern 2018
Ein Osterbrief 2018

Mit der Taufe Jesu am Jordan durch den Bußprediger Johannes beginnt Jesus seinen göttlichen Sendungsauftrag als seine Bestimmung zu begreifen. Für Johannes ist Jesus "der nach ihm Kommende", der nicht mehr mit dem Wasser der Buße, sondern mit dem "Feuer des Geistes" tauft. In der Einsamkeit der Wüste dann wird sich jesus seiner prophetischen Existenz bewusst.
"Kehret um, das Reich Gottes ist nahe", war der Ruf des Täufers. Mit Jesus, dem Heilsverkünder und Heilsbringer, ist das Reich Gottes jetzt nicht nur nahe, sondern schon angebrochen. Ein Paradigmenwechsel von der Zeit der Erwartung zur Zeit der Ankunft, von der Ankündigung zur Erfüllung.
Diese Bewusstseinsverschiebung prägt auch in Jesus das Gottesbild vom Richter-Gott des AT zum Vater des NT. Nicht mehr Buß- und Sühneopfer, sondern Gnade. Nicht Gericht, sondern Barmherzigkeit. Nicht Selbsterlösung, sondern Hingabe.
Selbsterlösung ist die große Versuchung des Menschen. Dieser Versuchung stellt sich Jesus selbst in der Wüste, der Versuchung der Macht und der Herrschsucht. Er bleibt seiner Sendung treu, auch durch die entsetzliche Todesangst am Ölberg hindurch. "Weg mit dir, Satan", fährt Jesus Petrus an, als er ihn ängstlich von seinem Gang nach Jerusalem abhalten will,"denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen."
Papst Franziskus sagt voll Vertrauen: "Ein barmherziger Vater führt seine geliebten Kinder nicht in Versuchung", und lässt sie schon gar nicht in der Versuchung fallen. So ist die 6.Vaterunser-Bitte zu verstehen. Oder gibt es ihn wirklich, den Bösen in Person ? Den Widersacher, "den Geist, der stets verneint", wie in Goethes Faust. Der Schöpfer als absolut Guter kann und wird auch seine Schöpfung nicht fallen oder dem Bösen über-lassen, denn damit wäre "alles,was entsteht, wert, dass es zugrundegeht", wie Mephisto weiterphilosophiert, angesichts der Ungeheuerlichkeiten und des Elends auf der Welt.
Die Moderne aber kennt eschatologische Heilserwartungen nicht mehr. Sie akzeptiert nur mehr das Diesseits. P.Laplace braucht bekanntlich die Hypothese "Gott" nicht. Anständig kann der Mensch auch ohne Himmel, Hölle und Fegfeuer sein. Der mündige Mensch ist von sich aus verantwortlich für die Gestaltung einer heilen Welt und einer gerechten Gesellschaft. Er vertraut auf den wissenschaftlichen Fortschritt und den wirtschaftlichen Erfolg.
Auch I.Kant traut der theoretischen Vernunft nicht über den Weg. Er appelliert an seine "praktische Vernunft", wenn es um die Sorge der Humanität des Menschen geht. Er beruft sich auf einen Gott, der das Wohl des Menschen will.
Wenn es keinen Gott gibt, gibt es auch keine Gerechtigkeit für die Opfer der Geschichte. Sie bleiben immer Opfer und die Täter triumphieren. Dieser Logik kann höchstens eine kranke Vernunft folgen, die letztlich angesichts der brutalen Wirklichkeit des Bösen sich selbst widerspricht.
Horckheimer und Adorno sprechen von "Dialektik der Aufklärung", von "Größe und Elend des Menschen". Auch Benedikt XVI forderte eine zweite Aufklärung. Da hilft auch keine digitale Selbstoptimierung der Person und des Bewusstseins, von der die Transhumanisten träumen.
Vielleicht wird aber der Christ der Zukunft, wie Karl Rahner sagt, "ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein". Ähnliches erahnen die Spiritualisten unter den Großen der Astro- oder Nanaphysiker, von Einstein bis Heisenberg, denen die rein naturwissenschaftlichen Paradigmen und Dogmen zur vollständigen Erklärung nicht genügen. Auch Stephen Hawking war es nicht mehr vergönnt, die Welteinheitsformel zu finden.
Spiritualität und Quantenphysik scheinen sich zu berühren.Spiritualität und Mystik aus dem dualistischen Korsett Descartes´schen Denkens. Die Subjekt-Objekt-Spaltung wird gleichsam aufgehoben, und das personale "Ich" wird gleichsam miteinbezogen in einen schöpferischen Prozess, der alles synthetisch übersteigend das Göttliche berührt : ein Resakralisierungsprozess, denn nicht wie die Welt ist, sondern dass sie ist, ist das Mystische, wie schon Wittgenstein in seinem berühmten "Tractatus" schrieb.
Seit der Antike aber wird das "Böse" als "Mangel an Gutem" gedacht. Der Mensch als Mängelwesen bedarf der Erlösung, auch um Gott als den absolut Guten zu erkennen und bekennen. Aber in seiner gottgewährten Freiheit ist der Mensch immer auch in Gefahr, seinem " Gotteswahn", zu verfallen. Der Mensch aber als Ebenbild in Christus, dem Auferstandenen, erlöst, ist in seine Selbstverantwortung gerufen und ermächtigt, an diesem Heilsprozess teilzuhaben und teilzunehmen mit seiner ganzen schöpferischen Kraft, um so dem Bösen keinen Raum zu lassen.
Der Mensch ist mehr als seine innerweltlichen Möglichkeiten zulassen, gleichsam mit einem Fuß im Jenseits. Das Jenseits in seinen unendlichen noch immer unerfüllten Möglichkeiten, zu denen auch die noch nicht ausgeschöpfte göttliche Macht gehört, das menschlich Unmögliche zu ermöglichen und so Hoffnung zu stiften.
Das Jenseits wird der "Ort" sein, an dem vergangene, verpasste, unerfüllte Lebenschancen Erfüllung, wo Schuldgeständnisse, Reue, Sühne und Versöhnung finden. Diese Hoffnung erhält der Auferstandene durch sein Leiden und seinen Tod hindurch für alle bereit. Die Opfer werden nicht mehr Opfer sein und die Täter ihre Taten beschämt gestehen. Und wenn schon die Opfer vergeben, die selber die Liebe des Barmherzigen erfahren, wird auch der Barmherzige selber vergeben, wie in der Vaterunser-Bitte verheißen.
In dieser endgültigen Hoffnung ist "Schluss mit der Angst", wie Notker Wolf, der ehemalige Abtprimas der Benediktiner sein neuestes Büchlein betitelt. Er wird am 1.Juni zu uns sprechen. Ja, Schluss auch mit der Angst in unendlicher, abgrundtiefer Sinnlosigkeit aufzugehen. Wer auf diesen Gott setzt, der das Gute will, gewinnt die Wette auf Leben, wie der Philosoph Blaise Pascal meint, und wer nicht auf Gott setzt, hat schon verloren, weil er die Frage nach einem Gott widerspruchsfrei nicht einmal denken kann. es gibt also gute Gründe, zu glauben, zu hoffen und den Auferstandenen zu lieben, der die Angst besiegt hat, nicht psychisch, sondern auch physisch. das bleibt die Kernbotschaft unseres Glaubens.
"Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unser Glaube sinnlos"..."sind wir erbärmlicher dran als alle anderen Menschen" ( 1.Kor.15, 14 ff.). Die Botschaft vom Reich Gottes steht und fällt mit der Auferstehung Christi.

In diesem Glaubensbewusstsein wünsche ich uns allen ein frohes und gesegnetes Osterfest

Hans Eberhardt



Dezember 2017
Aktuelle Termine

-Vereins-Stammtisch in Abenberg: 24. Januar 2018, 18:00 Uhr, Jungbräu
Weitere Stammtisch-Termine stellen wir Anfang 2018 vor.

-Der Termin der Jahreshauptversammlung ist mit dem 14.03.2018 vorab festgelegt worden, eine Änderung ist ggf. möglich.

-Die Sommerfahrt zum Kloster Säben ist in Planung, ein möglicher Termin wäre das Wochenende 22.-24.06.2018.

-Der Termin der Herbstfahrt zum Kloster Säben ist ebenfalls fast fest geplant: 28.09.-02.10.2018



Weihnachten 2017
Weihnachtsgedanken (2. Teil)

„Staad, staad, heit is Advent. Hab´ma zum Wünschen no Zeit, s´Christkindl is nimmer weit.“
So schön romantisch hat der Chor unsere beschauliche Adventsfeier eingeleitet. „Staad“, ja das war einmal, als Wünsche noch auf Erfüllung warten, und der Advent noch wirklich Warten bedeutete. Warten aber ist out. Warum auch Warten? Auf wen oder auf was? Sofortbefriedigung ist angesagt. Kaufe jetzt, zahle später. Die Adventszeit ist längst zur vorgezogenen Weihnachtszeit mutiert. Spätestens im September, da hat der Weihnachtskasperl mit der Coca-Cola-Zipfelmütze den heiligen Nikolaus mit der Mitra aus den Schaufenstern und von den Verkaufstheken verdrängt. Weihnachten findet nicht mehr in den Kirchen, sondern in den Kauftempeln und auf den Märkten, im Glühweindunst und Lichterkettensmog statt. Weihnachten hat seinen Stallgeruch verloren und das Tannengrün ist aus Plastik und der Schnee rieselt nicht leise vom Himmel, sondern dröhnt aus den Lautsprecherboxen.
Die Krippe im Stall ist zu klein, um all die „Wohltaten“ unserer Konsum- und Warenwelt zu fassen. Weihnachten ist die größte Geschäftsidee, die je erfunden wurde, rühmen sich
Marketingspezialisten. Das wahre Monopol darauf hat ein anderer: Einer, der im Kaufrauschtrubel untergeht oder vergessen scheint. Und doch fühlen wir, dass etwas fehlt. Eine Sehnsucht nach altvertrauten Melodien der Kindheit, nach Wärme und Geborgenheit lässt uns nicht los. Es fehlt das Kind in der Krippe. Der Engel des Herrn verkündet der jungen Frau die Geburt eines Kindes. Geboren dann im Stall von Betlehem, weil kein Platz in einer menschenwürdigen Herberge war. „Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade gefunden, der Herr ist mit dir.“ Nicht weil sie Jungfrau war, hat sie Gnade gefunden, sondern weil sie ihr Ja-Wort gegeben hat. Weil sie sich ganz in den Dienst Gottes gestellt hat, ist sie unbefleckte Mutter des einzigen Sohnes geworden. Darin liegt die Schönheit der Idee Gottes, aus seiner unendlichen Vollkommenheit herabzusteigen, Mensch zu werden, einer von uns, mit uns und für uns. In diesem Kind in der Krippe. Im Stall, hat Gott die ganze Realität unserer unseligen Menschlichkeit auf sich genommen bis ans Kreuz ausgetragen und unsere Unheilsgeschichte zu Heilsgeschichte gemacht. Im Kind will er unser Herz berühren und unsere mitwirkende Solidarität mit allen Armen, Leidenden und Verzweifelten mobilisieren und uns teilhaben lassen an seiner unendlichen Liebe.
Liebe ist die göttliche Botschaft, die Frieden allen Menschen guten Willens verheißt. Wie ein Kind will er, dass wir mitspielen an der Gutwerdung seiner Schöpfung. Wir aber spielen das göttliche Spiel oft ohne ihn oder suchen ihn nicht in seinem göttlichen Versteck (im Kind, im Armen, in den unschuldig Leidenden, …), ja wir schlagen ihn gar ans Kreuz und mit ihm die Opfer unserer selbstgemachten und selbst verschuldeten Unheilsgeschichte. Wer wirklich ehrlichen Herzens „fröhliche Weihnachten“ feiern will, kommt an Jesus nicht vorbei, nicht an der Krippe, und erst recht nicht am Kreuz.
„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe“, beginnt Markus, „kehrt um und glaubt dem Evangelium“ (Mk 1,15).
„I´ve got a feeling, there´s a hand to show the way“, hat uns der Chor ins Herz gesungen. „Da ist eine Hand, die den Weg weist“, so wie damals den Weisen aus dem Morgenland, der Stern von Betlehem.
Hans Eberhardt
für die Kloster Säben Freunde e.V.




nächste Seite >>