Mai - Juli 2019
aktuelle Termine


  • Stammtisch in Regensburg: 15. Mai 2019, 18:00 Uhr, Steidle-Wirt, Am Ölberg 13

  • Vortrag von Fr. Barbara Stamm, Bayerische Landtagspräsidentin a.D.
    "Was hält die Gesellschaft in Zukunft zusammen?"
    24. Juni 2019, 19:00 Uhr, Pfarrsaal Abensberg
    Einlasskarten unbedingt erforderlich, diese gibt es ab dem 27. Mai 2019 im
    Pfarrbüro oder bei Hermann Messerer.

  • Fahrt zum Kloster Säben (sog. "Vereins-Fahrt"): 05.-07. Juli 2019
    ggf. auch schon ab 04.07.2019, je nach Wunsch und Absprache der Teilnehmer.
    Information und Anmeldung bei Hermann Messerer (09443-709-189)

  • Stammtisch in Abensberg: 10. Juli 2019, 18:00 Uhr, Krinninger-Garten

  • Fahrt zum Kloster Säben (sog. "B.B.W.-Fahrt"): 02.-06. Oktober 2019
    Information und Anmeldung bei Hermann Messerer (09443-709-189)

  • Vortrag von Pfr. Rainer Maria Schießler, München
    "Himmel - Herrgott - Sakrament: Auftreten statt austreten"
    18. Oktober 2019, 18:00 Uhr, B.B.W. St. Franziskus Abensberg

  • Noch ein interessanter Veranstaltungshinweis:
    Vortrag von Abt Johannes Eckert, München, auf Einladung von Pfarrer Georg Birner
    07. November 2019, 19:00 Uhr, Pfarrkirche St. Barbara Abensberg



Ostern 2019
Osterbrief 2019

„Glaubst Du an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling seinen Mitbruder im Bauch der werdenden Mutter. „Ja, doch. Es geht bestimmt irgendwie weiter.“- „Wie willst Du das wissen? Es ist noch nie einer zurückgekommen, nach der Geburt.“ – „Aber ich weiß“, sagt der Andere „dass wir dann unsere Mutter sehen werden, die jetzt schon für uns sorgt.“ – „So ein Quatsch. Ich habe noch nie etwas von einer Mutter gesehen.“- „Aber es muss doch eine Mutter geben und auch einen Vater, sonst würden wir gar nicht existieren und solche Fragen stellen können…“ so ähnlich unterhielten sie sich, und der Tag der Geburt kam näher. Als sie aber das Licht der Welt erblickten, schrien sie auf vor Freude und Überraschung. Was sie sahen übertraf ihre kühnsten Träume und Ängste. – Diese nacherzählte Geburtsgeschichte des niederländischen Theologen Henri Nowen ist für mich eine Auferstehungsgeschichte.
Anders als in Platons Höhengleichnis führen sie kein Schattendasein weiter. Aber die ewige Frage nach dem Sinn von Existenz überhaupt, bleibt quälend offen. Man wird sie nicht los. Auch der Atheist nicht. Für den Gläubigen aber ist es besser zu existieren als zu resignieren.

René Margritte (1898 -1967) malte das Bild von einer Pfeife so realistisch wie möglich und trotzdem: „Sie können sie nicht stopfen“ sagte er zu einem Kritiker. „Es ist nur ein Bild.“ Unter das Bild schreibt er: „Ceci n’est pas une pipe“, hätte ich geschrieben: “Das ist eine Pfeife, hätte ich gelogen,“ sagt er. Ja, man könnte höchstens das Bild selber in einer Pfeife rauchen. An der Wirklichkeit (Realität) zeigen sich die Grenzen der Kunst. Auch Worte weisen nur auf etwas hin. Die „Wirk-lichkeit“ bleibt aber verborgen. „Dies ist das Mystische“, wie Wittgenstein sagt, worüber man schweigen muss. „Das Wesentliche ist unsichtbar. Man sieht nur mit dem Herzen gut“ (aus der Kleine Prinz von Antoine de-St-Exupéry).
Auch Dogmen bleiben nur Wort in menschlicher Sprache. Ewig gültige Dogmen sind da nicht ausgenommen, weil auch ihre Haltbarkeitsdaten, wie auch vermeintlich wissenschaftliche Gesetze in der fortschreitenden Geistesgeschichte irgendwann ein Verfallsdatum haben und überholt sind. Thomas S. Kuhn, der sich mit Wissenschaftsgeschichte befasst nennt dies „Paradigmenwechsel“. Am Fortschritt vom ptolemäischen zum kopernikanischen und galiläischen Weltbild, oder von Einstein zu Heisenberg…zeigt er dies. Solche Paradigmenwechsel gibt es auch in der theologischen Erkenntnisgeschichte (z.B. Vorhölle für Ungetaufte,…), ob mit der Kirche oder oft auch ohne sie oder sogar gegen sie. Viele gestrige Hardliner halten immer noch an antiquierten Menschen-und Gottesbildern und auch oft an Klerusstrukturen fest, weil sie um ihre Autorität in politischer und geistlicher Macht fürchten.

Ja, Bilder verbergen oft mehr als sie zeigen, wie z.B. das Bild vom leeren Grab.
Mein Lieblingsbild stammt von Caravaggio (1553-1610) „Der ungläubige Thomas“. Der Auferstandene rehabilitiert den Ungläubigen und Skeptiker vor allen Jüngern. Nur Thomas der Zweifler darf seine Wunden berühren. Jesus führt sogar dessen Hand in seine offene Seite. Ja, Jesus liebt die Zweifler und Neugierigen, die tiefer sehen wollen um zu glauben. Unglaube ist letztlich auch ein Glaube. „Weil Du mich gesehen hast, glaubst Du. Selig, die nicht sehen und doch glauben.“ (Joh 20,29) Thomas glaubte, dass der Auferstandene mit dem zu Tode Gefolterten identisch ist. Er glaubt nicht nur. Er setzt auch seine Hoffnung für alle Zukunft auf ihn, wie auch die Jünger, die seinen Tod verkünden. Sie haben den Auferstandenen gesehen, mit ihm gesprochen und in Emmaus mit ihm das Brot gebrochen. Für die Wahrheit dieser von ihnen verkündeten Ostererfahrung setzen sie sogar ihr Leben aufs Spiel. Das macht sie so glaubwürdig und ihre Botschaft überzeugend, sogar vor Athenern.
Es ist der Ostersonntag (1955), an dem Pater Teilhard de Chardin starb, der große Paläontologe, der Mitentdecker des „Homo Pekinensis“, eines Voräufers des „Homo Sapiens“. Er hat als Wissenschaftler die darwingeprägte Evolutionstheorie mit der christlichen Heilsgeschichte in Beziehung gebracht und so eine „evolutionäre Religionstheorie“ geschaffen, deren Wurzeln weit vor unsere christliche Zeitrechnung zurückreichen. Evolution versteht er als eine, an Komplexität zunehmenden Wachstumsprozess (s. Withehead: Prozesstheologie) bis zu einem Punkt Omega, wie ihn Teilhard nennt. Diesen Prozess nennt er das „Christische“. Nicht Gott selber ist einem Werdeprozess unterworfen, er ist die treibende und lockende Kraft dahinter, die über das Biossphärische hinaus zum Noosphärischen, in eine geistige Dimension einmündet. Auch Thomas von Aquin vertritt in seiner berühmten Schrift „De veritate“ eine „teleologische Struktur des Kosmos“, dass nämlich: alles in der Natur und im Menschen durch ein eigenes inneres Prinzip zu einem guten Ziel hinstrebt, bewusst oder unbewusst auf das Gute oder eben, wie Teilhard sagt, den Punkt Omega, wo Gott in und über Allem ist.
Da reicht auch ein noch so digital quantifizierte „Künstliche Intelligenz“ nicht heran, weil sie nie, etwa autonom, Verantwortung übernehmen, oder ohne eigenes Gewissen, zur Rechenschaft gezogen werden kann. In diesem Prozess ist der Mensch in seiner Würde als Gottes Ebenbild mit einbezogen, beteiligt und berufen. Der Soziologe Hans Joas spricht von der „Sakralität der Person“, als Geschöpf Gottes. In diesem Werdeprozess am Punkt seiner Vollendung Ω, ist auch alles Böse, alles Unrecht und Hässliche überwunden. Selbst der Tod hat nicht das letzte Wort. Dann sind auch in Bezug auf die derzeit laufende heftige Diskussion (s. Römische Bischofskonferenz) nicht nur die Frauen besonders betroffen, sondern auch alle Laien, auch die Männer. Da geht es heute erst recht um ein neues Paradigma in der kirchlichen Sexualmoral, wo vor allem der Missbrauchsskandal zum Anlass wurde. Diese Sexualmoral hat mit der patriarchal-überheblich angemaßten Amtsautorität und ihrem spirituellen Anspruch zu tun, der sehr wohl dem göttlichen Heilswillen widerspricht. Da geht es um die Gleichberechtigung der Frau im Amt, um den Zölibat, Homosexualität, Wiederverheiratete usw.
„Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Männer und Frauen, denn ihr alle seid einer in Christus Jesus,“ sagt Paulus im Gal 3,28. So bleiben auch die Opfer der menschlichen Unheilsgeschichte nicht als ewige Kollateralschäden der Evolution zurück. Damit ist auch alles der universalen Evolution Widerständige aufgehoben in diesem „christischem Heilsprozess“.

Und weil das so ist und für alle gilt, ob gläubig oder nicht, dürfen wir frohlockend in das „Exultet“ der Osternacht einstimmen und den Hymnus auf das Osterlicht Christus und sogar die „felix culpa“ miteinbeziehen, weil wir so einen göttlichen Wohltäter und Erlöser gefunden haben und bei jeder Eucharistie feiern dürfen.
Ja, „deinen Tod ,oh Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit“.

So dürfen wir uns ein frohes Ostern wünschen.
Für die Kloster-Säben- Freunde

Hans Eberhardt

Die erwähnten Bilder:
Magritte
Caravaggio






Februar/März 2019
aktuelle Termine

-Stammtisch in Regensburg: Mittwoch, 13. Februar 2019, 18:00 Uhr, Steidlewirt
-Stammtisch in Abensberg: Mittwoch, 13. März 2019. 18:00 Uhr, Jungbräu
-Jahreshauptversammlung: Mittwoch, 10. April 2019, 17:00 Uhr im B.B.W. St. Franziskus Abensberg
-Kloster Säben, Sommerfahrt: 5.-7. Juli 2019
-Kloster Säben, Herbstfahrt: 2.-6. Oktober 2019



Dezember 2018
Weihnachtsbotschaft und/oder Christkindlbrief 2018

„Als aber die Zeit erfüllt war,
sandte Gott seinen Sohn.“
Gal 4,4

„Ist denn schon wieder Weihnachten?“
So ähnlich könnte ein „Streiflicht“ der SZ beginnen, das jährliche Jammern über Stress und Hektik in der „staden Zeit“, die längst schon ein unentbehrlicher Wirtschaftsfaktor geworden ist. Das Licht der Weihnachtsbotschaft geht, überstrahlt von den Lichterketten der Christkindlmärkte, unter und Christkindlbriefe werden höchstens noch per SMS, E-Mail, WhatsApp… an die Konsumtempel oder Versandhäuser gesendet. „Und das Wort ist Fleisch geworden“, findet kein Netz oder landet in einem Funkloch. Die weihnachtliche Kernbotschaft bleibt auf der Strecke „… und hat unter uns gewohnt, “... und „das Licht leuchtet in der Finsternis... und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ So philosophiert der Evangelist Johannes im Prolog seines Evangeliums.
Dieses unscheinbare Wörtchen „und“ ist das sprachliche Bindeglied zwischen Gott und Mensch, der
Gottesliebe und der Menschen- und Nächstenliebe. Dieses „und“ ist gleichzeitig die Lösung des
zentralen Geheimnisses der Botschaft von Bethlehem. Gott macht sich klein, entmachtet sich selbst, wird ohnmächtig, wie das Kind in der Krippe, wird Mensch, nimmt Fleisch an, „et incarnatus est“. „Er war Gott gleich, hielt aber nicht fest daran … (Phil 2,6), entäußerte sich selbst und wurde wie in Sklave den Menschen gleich.“
Von Vergleich spricht Paulus, nicht von „Ersatz“. Gianni Vattimo, der italienische Philosoph unserer Tage und Heidegger-Schüler, versteht hermeneutisch „Kenosis“, die „Menschwerdung“ des
Gottessohnes, also sein „Herabkommen“, als Transkription dieser christlich-metaphysischen Lehre, als „schwaches Denken“, indem sich der jenseitige, allmächtige Gott in Jesus Christus säkularisiert und Mensch wird, menschlich greifbar und begegnungsfähig. Die göttliche Liebe ist es, die so übermächtig ist, dass er es sich leisten kann, selbst ohnmächtig zu werden und trotzdem göttlich zu bleiben. Sie bleibt als Geheimnis eine immer offene Frage, „worüber hinaus nicht Größeres gedacht werden kann“, wie Anselm von Canterbury schon im 12. Jahrhundert predigte.
Auch dem kürzlich verstorbenen Genie, Steven Hawking, gelang es nicht dieses Geheimnis in einer
allgemeinen Welteinheitsformel mathematisch aufzulösen. Auch Theisten oder Atheisten, von
Voltaire bis Feuerbach und Nietzsche, Freud und Marx, ob sie Gott außen vorlassen, töten oder als Erfindung des Menschen, oder als infantile Wunschvorstellung, oder als „Opium fürs Volk“
verdächtigen. Sie werden ihn nicht los.
Gott, der „All-Eine“ bleibt der „Unaussprechliche“, wie Meister Eckhart, der große Mystiker des
14. Jahrhunderts sagt. Er unterscheidet „Gott“ und das „Göttliche“, das als Seelenfunke im Menschen mitwirkt, ohne Gottes Allmacht und Unendlichkeit zu reduziere, oder sich als Gott in die Natur hinein aufzulösen, (deus sive natura) oder gleichzusetzen, wie Benedikt Spinoza meinte.
Ich glaube auch nicht an die „Macht des Stärkeren“, die über Leichen geht und nicht an „survival of the fittest“, den Sozialdarwinismus, den brutalen „Kampf ums Überleben“. Das Leben ist mehr als ein bloßes Evolutionsprodukt, wie Darwin schon vor mehr als 200 Jahren versuchte wissenschaftlich nachzuweisen. Ich glaube solange nicht daran, solange Zufall oder beliebige Mutationen als Erklärungshilfen für humanen Fortschritt herhalten müssen.
Da glaube ich eher an einen liebenden Gott, der für ein glückliches Ende seiner Schöpfung und seiner Geschöpfe steht. Ich wette auf ihn, wie Blaise Pascal, und bewahre mir mindestens so die Chance, am Ende bei den Gewinnern zu sein und nicht zu den Verlierern zu gehören.
„Gott sah alles an, was er gemacht hatte, ... es war sehr gut“, heißt es in der Genesis 1,31. Das sieht auch der große Paläontologe und endlich auch von der Kirche gewürdigte Jesuit, Pater Teilhard de Chardin so. Er ist A und O (Alpha und Omega, Anfang und Ende), gleichsam das Endziel, der alles an sich und in sich hineinzieht, in einem universalen, aufsteigenden Werdeprozess, der im menschgewordenen und am Ende aller Zeiten im wiederkommenden Christus seine Erfüllung findet, wo allen alles, Sinn und Werden offenbar sein wird. Natur und Geist, Biosphäre und Noosphäre nähern sich an in einer universalen „coincidentia oppositorum“, wo alle Gegensätze zusammenfallen, wie Nicolaus Cusanus am Beginn der Neuzeit philosophierte. Es geht nicht mehr nur um digitaloptimiertes, (koste es was es wolle) totes Faktenwissen, sondern um kreativ, potentes human fortschreitendes Weisheitswissen, das nicht im infantil reduzierten materiellen Ökonomismus endet und letztlich an sich selbst erstickt. Sonst verfangen wir uns selbst in unseren eigenen selbstgestrickten Algorithmen. Auch die „Goldene Regel“ und sogar Kants „kategorischer Imperativ“ bleiben in einer sich letztlich selbst verpflichtenden Allgemeingültigkeit hängen oder postulieren nur allgemeine Gesetzlichkeit. Da ist das globale Ende schon vorprogrammiert, wie der Club of Rome schon in den 70 er Jahren prophezeite, was die Hardliner eines brutalen Wirtschaftsfundamentalismus für Umwelt und Mitwelt nicht wahrhaben wollen.
Vielleicht aber werden Gottes Schöpferspuren doch auch für diese ein wenig sichtbar im Schönen
und Guten, das uns immer wieder trotz aller Widerwärtigkeit des Bösen, Gemeinen und Hässlichen
begegnet. Vielleicht wird uns so etwas ein bisschen beim Anblick des Kindes in der Krippe im Herzen aufscheinen. Vielleicht ist Bethlehem die wahre Stunde 0, wo Gott Mensch wird, vielleicht als die Stunde, wo die endgültige Heilsgeschichte mit den Menschen offenbar wird, im armseligen Stall von Bethlehem, bei Ochs und Esel, … „den Hirten erst kundgemacht“, dichtet Franz Mohr in „Stille Nacht, heilige Nacht, Gottes Sohn o wie lacht…“
Ja, Gott hat Humor. Er spielt Verstecken. Die Mächtigen und Reichen suchen ihn in den Palästen und Residenzen der gekrönten Häupter und mancher Mitraträger, in Banken und Börsen. Aber nur die, die sich tief bücken vor dem Kind in der Krippe, finden ihn im Stall. Sie finden ihn auf den Stufen, vor den Domen und Kathedralen, mit einem Pappschild um den Hals mit der Aufschrift: „Arbeitslos, Obdachlos oder Flüchtling“. Man braucht nicht lange zu suchen, auch bei uns nicht, sondern nur die Augen und Herzen zu öffnen und wir werden fündig vor unseren eigenen Haustüren.
Ja, „Deus homo“- nicht:“Homo-deus“ wie der Bestsellerautor Noah Yuval Harari titelt. Gott wird
Mensch damit die Welt zu Gott finden kann, wie die Sterndeuter, die dem Stern von Bethlehem
folgen. Deshalb kommt es auch für uns nicht darauf an, „wie“ und „ob“ wir an IHN glauben, sondern dass ER an uns glaubt. Und er glaubt an uns. Deshalb hat er uns auch erschaffen und sich für uns klein gemacht, dass wir IHN, wie das hilflose Kind in der Krippe lieben können, und nicht als den allmächtigen und allwissenden Richter-Gott fürchten müssen. Wir dürfen auf ihn und mit ihm rechnen in seiner offenbarten Freundlichkeit und Liebe, und ihn als den Stern erkennen, der unseren Wegen Orientierung und Sinn verheißt und gibt. Ja, es kommt auf die Verkündigung dieser frohen Botschaft an und nicht so sehr auf die Verkündiger, ob zölibatär oder nicht. Diese Frohbotschaft ist ein Selbstzünder, weil sie in Christus Person geworden ist, „gezeugt und nicht geschaffen“, wie der Glaube bekennt. So wird die Weihnachtsbotschaft zur einer politischen Botschaft für alle Menschen „guten Willens“, für die da oben und für uns unten.
„Auch der freiheitliche säkulare Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantierenkann“, so sagt es der ehemalige Verfassungsrichter Wolfgang Böckenförde, schon um 1970. Diese Voraussetzungen symbolisiert der Stern von Bethlehem. Er weist unserem Tun und Lassen, unserem Wollen und Handeln den Weg zur Fülle unseres Daseins, gibt Orientierung und leuchtet uns voran.
Wenn die Mächtigen von ihren hohen Rössern steigen und wie die Hirten und die drei Weisen ihre
Gaben bringen, und ihr Knie vor dem Kind beugen, dann kann und wird auch die Schöpfung bewahrt
und der Weg nach Bethlehem ein Friedensweg werden und über alle Rassen, Nationen und
Konfessionen hinweg für alle Geschlechter und Generationen einen weltumspannenden Dialog
eröffnen, der schon Gottfried Ephraim Lessing in seiner „Ringparabel“ vorschwebte. So wird diese
Botschaft zu einer frohen Botschaft und in diesem Sinne wünschen wir
Ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches Neues Jahr

Hans Eberhardt
mit dem Kloster-Säben Freundeskreis



03.12.2018
Termine Dezember 2018


  • Verkaufsstand auf dem Adventsmarkt der Sozialen Initiativen, Bismarckplatz in Regensburg
    Freitag - 07.12.2018 - 14:00-21:00 Uhr
    Samstag - 08.12.2018 - 11:00-21:00 Uhr
    Sonntag - 09.12.2018 - 10:00-19:00 Uhr
  • Kein Stammtisch im Dezember 2018




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