Ausblick 2021
Die wichtigsten Termine 2021 (unverbindlich)

- Der Vortrag von Anselm Bilgri ist auf den 18.06.2021 (18:00 Uhr) verschoben.

- Die Sommerfahrt ist geplant, ein Termin ist aber noch nicht festgelegt.

- Die Herbstfahrt findet vom 30.09. - 04.10.2021 statt.

- Im Oktober ist ein Vortrag von Fr. Emilia Müller geplant. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.


- Bis auf weiteres finden keine Stammtische statt.



Weihnachten 2020
Gedanken zu Advent und Weihnachten 2020

Der Advent hat begonnen und Weihnachten kommt immer näher.
Aber nicht die Ruhe kehrt ein in die Herzen (wie wir es uns immer im Advent wünschen) und nicht die Vorfreude auf Weihnachten überschattet alles, wie wir es in den letzten Jahren so erlebt haben. Trotz der Anspannung, trotz der angestrengten Suche nach dem passenden Geschenk für die Menschen, die uns wichtig sind, war da doch immer dieses vertraute Leuchten, diese wunderschönen Erinnerungen an Feste, an Familie, an Freundinnen und Freunde.
Dieses Jahr müssen wir überlegen, ob wir überhaupt als Familie miteinander feiern können, die Kinder in eigenen Haushalten weit im Land verstreut. Die Angst lässt der Vorfreude wenig Platz. Können wir es denn überhaupt verantworten, am Heiligen Abend in die Christmette zu gehen? Liebgewordene Traditionen werden in Frage gestellt, Schwerpunkte völlig neu gesetzt.
Ein Weihnachtsfest, nicht, wie wir es gewohnt sind.
Und trotzdem wird Weihnachten kommen. Es wird sich nicht aufhalten lassen. Dabei sehe ich Weihnachten nicht nur als Termin, den es abzuhaken gilt, der halt immer im Terminkalender steht: „Alle Jahre wieder …“
Weihnachten ist ein Geschehen, das unser Leben prägt, beeinflusst, bestimmen kann und soll. Vielleicht werden meine Gedanken durch die Geschichte des 4. Königs ein wenig deutlicher:

Als damals dieser Stern aufging am Himmel, ein neuer, bisher nie gesehener Stern, so leuchtend, so faszinierend, ließen sich nicht nur die Heiligen Drei Könige in ihrem Inneren anrühren und machten sich auf den Weg, den Grund für das Erscheinen zu suchen. Von ihnen, von den Sterndeutern aus dem Osten, berichtet uns der Evangelist Matthäus ausführlich. Aber noch ein 4. König hatte sich auf den Weg gemacht.
Da sein Kamel aber schon auf den ersten Kilometern lahmte, kam er nicht pünktlich zum verabredeten Treffpunkt und die anderen brachen ohne ihn auf. Er war aber so
motiviert, so begeistert von diesem Stern, dass er allein loszog. Auf seinem Weg hinter den drei anderen Königen her wurde er immer wieder aufgehalten. Einmal traf er mitten in der Wildnis auf ein blutendes und weinendes Kind, völlig hilflos und allein. Er nahm es auf sein Kamel und suchte im nächsten Dorf nach der Familie der den Verwandten. Als er niemanden fand, zu dem das Kind gehörte, suchte er eine Pflegefamilie. Damit es dem Kind gut ging, schenke er der Familie einen der drei Edelsteine, die er als Geschenk für den kleinen neuen König mitgenommen hatte, den er ja am Ziel der Reise unter dem Stern zu finden sicher war.
Wieder waren Wochen vergangen bis er seinen Weg fortsetzen konnte.
Bis er nach Bethlehem kam, waren seine Freunde schon lange wieder abgereist. Sie hatten ja den Stern über dem Stall und das kleine Kind darin gefunden. Und den grausamen König Herodes darauf aufmerksam gemacht, der seine Soldaten geschickt hatte, um alle kleinen Knaben in Bethlehem zu töten. Unser 4. König traf nur mehr die verzweifelten und verstörten Menschen an. Eine Mutter mit zwei kleinen Mädchen fiel ihm besonders auf. Sie hatte vor kurzem ihren Mann verloren und Weihnachten - und dann?
Was bleibt außer der leeren Krippe? Jetzt hatten die Soldaten auch ihren kleinen Sohn ermordet. Damit sie und ihre Töchter nicht verhungerten, schenke er ihr den zweiten Edelstein. Er setzte seine Suche nach dem Kind beharrlich fort, fand immer wieder Spuren und Hinweise, kam aber immer zu spät. Jahre später kam er gerade in ein Dorf, das Soldaten überfallen hatten. Sie wollten das Dorf zerstören und die Menschen in die Sklaverei verkaufen. Mit seinem letzten Edelstein kaufte er das Dorf frei. Jetzt hatte er nur mehr sein Kamel und den unstillbaren Wunsch, dieses Kind zu finden. Nachdem er an einen aussätzigen Bettler auch noch sein Kamel verschenkt hatte, stand er eines Tages in einer Stadt am Hafen. Dort sollte gerade ein Mann als Galeerensklave an Bord gehen. Seine Frau und die
Kinder schrieen ihre Verzweiflung laut heraus. Da ließ unser 4. König sich wieder berühren und ging anstelle des Mannes als Sklave auf die Galeere. Jetzt hatte er alles verloren: Seine Edelsteine, sein Kamel, seine Freiheit und wahrscheinlich auch seinen Traum, dieses Kind unter dem Stern doch noch irgendwann zu finden.
Nach vielen Jahren auf dem Schiff wurde ihm die Freiheit geschenkt und an einem für ihn fremden Land wurde er frei gelassen.
Und in dieser Nacht hatte er einen Traum: Er sah seinen Stern wieder!
Und dieser Stern wies ihm den Weg in eine große Stadt. Dort herrschte große Aufruhr und viele Menschen waren unterwegs. Sie schoben ihn mit sich aus der Stadt hinaus auf einen kleinen Hügel. Dort standen drei Kreuze mit drei Männern daran. Und er sah über dem Kreuz in der Mitte seinen Stern leuchten. Da zog ein tiefer Friede in sein Herz und trotz der Trauer über diese Grausamkeit wurde er froh. Er hatte, das erkannte er jetzt, sein Kind gefunden!

Ich habe diese Geschichte frei nach Edzard Schaper erzählt, der eine alte russische Legende aufgegriffen hat.

Weihnachten als Geschehen, das das ganze Leben dieses 4. Königs beeinflusst hat, geprägt hat. Ein Geschehen, das ihn nie mehr losgelassen hat. Wie die drei anderen Könige hat auch er diese Unruhe in sich gespürt, die mit dem Aufgang dieses neuen Sternes entstanden ist, diese Sehnsucht nach Antworten für sein, für unser Leben. Aus der Überzeugung heraus, dass da eine Macht ist, eine Größe, die sich nicht mit einfachen Worten beschreiben lässt, eine Macht, die da ist für uns und uns in ihren Bann zieht, haben sie sich auf den Weg gemacht. Ob und wie sich das Leben der anderen drei verändert hat, wird allenfalls angedeutet: „Sie zogen auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurück.“ Aber auch sie sind für mich Vorbilder, trotz aller Zweifel an ihrer Historizität und aller Deutungsversuchen als Vertreter der bekannten Erdteile und der Menschen. Die Unruhe in sich spüren. Eine Unruhe, die sich nicht vertreiben lässt durch ein gesichertes Leben, durch Antworten, mit denen man sich zufriedengibt, weil sie allgemein gültig scheinen. Sich selber offen halten für das Unerwartete, das Außergewöhnliche. Ja, auch dafür, dass Gott selber in unsere Welt gekommen ist. Ein wunderbares Wissen, eine wahrhaft beruhigende Nachricht.

Und, wenn wir jetzt wieder seinen Geburtstag feiern, dann sollten wir nicht vergessen, dass er nicht nur an diesem Tag da ist, sondern das ganze Jahr da sein will.

Ich wünsche uns allen – trotz aller widrigen Umstände – oder vielleicht gerade deshalb – eine gute Vorbereitung auf Weihnachten und dann ein Fest, in dem wir unserem Gott wieder begegnen dürfen. Und aus dieser Begegnung heraus die Kraft und den Mut und die Kreativität, mit den Beschränkungen und erzwungenen Veränderungen gut und konstruktiv umzugehen. Und aus dieser Begegnung heraus auch die Freude und die spannende Erwartung auf das kommende Jahr, mit allem, was es uns bringen wird.

Hermann Messerer



20.06.2020
Terminabsagen und -verschiebungen
-Die Sommerfahrt ist abgesagt.
-Ob die Herbstfahrt stattfinden kann, ist ungewiss.
-Der Vortrag von Sr. Teresa Zukic ist auf den 21.04.2021 (19:00 Uhr) verschoben.
-Der Vortrag von Anselm Bilgri ist auf den 18.06.2021 (18:00 Uhr) verschoben.



Pfingsten 2020
Pfingstbrief 2020

Leider geht er viel zu oft unter in unserer Wahrnehmung. Diese dritte Person in unserem Glauben. Dabei könnten/können wir ihn jetzt so gut brauchen.
Ist er doch der Tröster. Der, der uns beruhigen kann, wenn alles drunter und drüber geht. Wenn wir uns nicht mehr auskennen, weil alles aus dem Ruder zu laufen scheint.
Ist er doch die Stärke und der Mut. Der, der uns immer wieder motiviert, wieder aufzustehen, wieder neu anzufangen, uns nicht ängstlich zu verstecken.
Ist er doch die Kreativität. Der, der uns neue Wege gehen lässt, neue Gedanken eingibt, uns suchen und forschen lässt, das Leben und das Miteinander anders und vielleicht neu zu gestalten.
Zu tun hat dieser Heilige Geist im Moment ja wirklich genug.
So Vieles wird in Frage gestellt, was uns bisher so vertraut und so gewohnt war, woran wir uns halten und orientieren konnten.
So Vieles können wir uns nicht erklären, übersteigt unsere Vorstellungskraft und Fantasie.
So Vieles müssen wir neu definieren und zuordnen, einpassen in die Gesellschaft und in ein sinnvolles und konstruktives und verantwortungsvolles Leben miteinander.
Und dabei brauchen wir Hilfe. Nicht nur Geld und gute Wirtschaftsprogramme.
Nicht nur medizinische Erklärungen. Nicht nur Vorschriften, Verordnungen und Gesetze.

Und genau hier, glaube ich, kommt dieser Heilige Geist ins Spiel.
Diese Zusage Jesu, dass er uns seinen und des Vaters Geist senden wird.
In der Apostelgeschichte wird erzählt, was dieser Geist bei den Freunden Jesu bewirkt hat:
Sie verstehen nun die Zusammenhänge wirklich. Sie werden in ihrer Überzeugung, in ihrem Glauben an diesen Jesus gestärkt. Sie erkennen klar ihren Auftrag: Redet von Jesus, von seinem Gott! Sie brechen aus ihrer kleinen aramäischen Welt aus und beziehen die ganze Welt in ihr Leben mit ein. Sie wissen, was sie sagen müssen, wie sie es sagen müssen. Und mit dem Heiligen Geist erreichen sie die Herzen der Menschen.

Für mich ist diese Stelle aus der Apostelgeschichte nicht nur eine Geschichte aus dem Leben der Apostel und der Freundinnen und Freunde Jesu in der vergangenen Zeit. Für mich ist sie ganz aktuell in unsere Zeit und unsere Situation zu übertragen. Trost, Beruhigung und Auftrag und Ansporn.

Ich wünsche uns allen ganz stark die Erfahrung des Heiligen Geistes und den Trost und die Stärke aus seiner Gegenwart.

Hermann Messerer (Pfingsten 2020)



Ostern 2020
"Zuversicht - sieben Wochen ohne Pessimismus"

Mit diesem Motto starteten viele (evangelische) Christinnen und Christen in die Fastenzeit 2020. Die Ideen, wie dieses Motto umgesetzt werden sollte, haben mich sehr beeindruckt:
"Sorgt euch nicht!" Seht, wie sich Gott um die Lilien auf dem Feld und die Vögel am Himmel kümmert. Genau so sorgt er sich um euch.
"Fürchtet euch nicht!" Gott rettet sein Volk, das am Ufer des Meeres vor der scheinbaren Entscheidung stand, im Wasser zu ertrinken oder sich von den Ägyptern niedermetzeln zu lassen.
"Sollte dem Herrn etwas unmöglich sein?" Gott schenkt dem Abraham und seiner Sarah endlich den ersehnten Sohn, als es nach rein menschlichen Erfahrungen schon gar nicht mehr möglich war.
"Ich hoffte auf Licht und es kam Finsternis!" Die unerträgliche Leidensgeschichte des Hiob erdet so viele unserer Bitten an Gott und zeigt unsere eigene Hilflosigkeit dem Leid gegenüber auf.
"Meine Zuversicht ist bei Gott!" Diese Erfahrung des Psalmbeters dringt tief in die Seele ein, beruhigt und relativiert so manche Erfahrung auf die Verlässlichkeit Gottes für unser Leben.
"Klopfet an, so wird auch aufgetan!" Diese unhinterfragte Selbstverständlichkeit, dass Gott uns immer das schenken will, was wir brauchen, was gut ist für uns, was uns weiterbringt.
"Denn wir sind gerettet auf Hoffnung hin!" Diese alles durchtragende Überzeugung des Paulus, wie er sie im Römerbrief überliefert, dass unser Lebensziel Gott und damit das Heil ist.
Sieben Wochen, von Aschermittwoch bis Ostersonntag, sollten wir uns darin üben, über all die Schrecken des Alltags hinaus, in all dem Leid, in all dem Kummer immer wieder die Überzeugung zu finden: Wir sind nicht allein! Wir können uns auf andere Menschen verlassen. Und vor allem: Wir können uns auf unseren Gott verlassen!
Ich habe es als spannende Herausforderung gesehen, mich auf diese 7 Wochen mit diesen Themen einzulassen, mich immer wieder neu einzuüben in dieses Vertrauen auf Gott und auf die Menschen um mich herum.
Und dann kam Corona.
Und es war nichts mehr so, wie es vorher gewesen ist, wie ich es seit vielen Jahren kenne und praktiziere. Angefangen mit dem Abstandhalten. Keinem mehr die Hand geben. Niemanden mehr zur Begrüßung zu umarmen. Nicht mehr bei einer guten Tasse Kaffee am Tisch sitzen und ratschen. Nicht mal mehr in einen Gottesdienst gehen können. Dafür daheim auf dem Sofa eine Messfeier im Fernsehen aus einem Heim "mitfeiern". Von einem Moment auf den anderen ausgebremst. Alle Vorbereitungen, alle liturgischen Pläne außer Kraft gesetzt, ins Leere gelaufen.
Und nebenbei nicht nur täglich, sondern stündlich die Katastrophenmeldungen. Berichte aus China. Horrorreportagen aus Italien. Und die eigene Angst: Du gehörst ja auch schon zur sogenannten Risikogruppe, männlich, über 60.
Der erste Elan: Das schaffen wir schon. Ein paar Tage zu Hause bleiben, nicht ins Theater gehen können, nicht Essen gehen. Das geht schon mal.
Aber dann kommt wieder der Sonntag. Wieder kein Gottesdienst. Schon ein eigenartiges Gefühl. Jetzt geht schon etwas sehr Wichtiges ab. Irgendwie wird damit schon auch der Glaube in Frage gestellt. Wie wichtig sind diese Rituale, diese Gewohnheiten, diese Selbstverständlichkeiten? Meinen Glauben will ich doch in Gemeinschaft leben.
Zu den ansteigenden Zahlen von Infizierten und leider auch Toten kommen immer mehr Meldungen und Klagen, dass unsere Wirtschaft zusammenbricht. Ganze Branchen brechen weg: Gastronomie, Kunst und Kultur, Reisen, Automobilindustrie, Dienstleister wie Friseure und Therapeuten. Die Reaktion der Regierung kann zwar irgendwie beruhigen, lässt aber noch viele Fragen offen.
Ein wunderbares Hoffnungszeichen sind die kreativen Einfälle, die sich übers Netz verbreiten. Bekannte Lieder werden umgedichtet, treffend auf die momentane Situation. Anstelle der wöchentlichen Kirchenchorproben lädt der Chorleiter zu einem gemeinsamen Singen vor dem Handy ein. Kolleginnen und Kollegen verschicken trostspendende Bilder, Texte und Geschichten. Menschen, die schon lange nichts mehr von sich haben hören lassen, melden sich per WhatsApp. Gemeinde, Pfarrei, Pfadfinder organisieren Einkaufs- und Besorgungsgänge für Menschen, die nicht aus dem Haus gehen können oder dürfen oder sich nicht trauen. Und, wenn man beim Spazierengehen jemanden trifft, halten zwar alle den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand ein, aber so viel gegrüßt bin ich schon lange nicht mehr worden.
Und im Hinterkopf geht mir immer wieder dieser Aufruf für die diesjährige Fastenzeit durch den Sinn: Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessimismus.
Vor der aktuellen Lage in unserem Land und in der ganzen Welt hat diese Aktion für mich eine ganz neue, eine ganz tiefe Bedeutung bekommen.
Nicht nur in den sieben ausgewählten Bibelstellen für diese sieben Wochen steht, dass wir uns auf unseren Gott verlassen können. Wir dürfen zuversichtlich sein, dass er uns nie allein lassen wird. Das ist die Grundaussage in seiner ganzen Geschichte mit uns Menschen. Angefangen von Adam, über Abraham bis hin zu Maria. Gott steht zu seinem Wort. Gott lässt uns Menschen immer wieder die Freiheit, auch etwas ohne ihn zu planen und zu versuchen. Aber er lässt uns nicht los, verlässt uns nicht. Und das wirklich Tröstliche ist, dass er seine Nähe und seinen Schutz nicht an Bedingungen knüpft. Nur, wenn du das und das tust, glaubst, bekennst, dann bin ich bei dir, stehe dir bei. Er hat seine Liebe zu uns Menschen bedingungslos ausgesprochen und lässt sich in ihr auch nicht durch unser Verhalten beirren.
Zuversicht. Eine Wahnsinnsaufgabe und ein Wahnsinnsprogramm.
Wahrscheinlich werden öffentliche Gottesdienste an Ostern ausfallen.
Kein gemeinsamer Gründonnerstag mit der Erinnerung an das letzte Abendmahl, in dem Jesus uns einlädt, eins mit ihm zu werden.
Keine gemeinsame Karfreitagsliturgie mit diesem brutalen und doch so eindringlichen Erleben des Leidens und Sterbens Jesu.
Und keine gemeinsame Osternacht mit diesem Aufbrechen der Nacht, auch der Dunkelheit in unserem Herzen, mit dem Aufblühen des Lichtes und der Feier der Befreiung, ja auch der Befreiung von der Bedrohung und Begrenzung durch den Tod.
All diese wunderbaren Gottesdienste werden wir wohl nur aus der Ferne und im Fernsehen mitfeiern können. Uns nur im kleinen Kreis der Familie berühren lassen können.
Aber das, was wir ansonsten in diesen Gottesdiensten feiern, geschieht trotzdem.
Jesus schenkt uns auch heuer wieder dieses wunderbare Zeichen der Gemeinschaft mit ihm und miteinander.
Jesus nimmt auch heuer wieder freiwillig das Kreuz auf sich, trägt es für uns Menschen, für jede und jeden von uns, und geht in seiner Liebe bis zum Äußersten, bis zum Tod am Kreuz.
Und Gott lässt uns am Ostermorgen wieder feiern, dass er das letzte Wort hat, nicht der Tod, nicht das Leid, nicht der Schmerz, nicht die Grausamkeit, nicht die Einsamkeit. Zuversicht!
Auch, wenn so vieles abgesagt wird und abgesagt werden muss. Gott lässt sich nicht absagen.
Freuen wir uns auf Ostern! Feiern wir seine Zusage des Lebens!
Feiern wir das Leben!
Und lassen wir uns berühren von der Nähe unseres Gottes.

Ich wünsche uns allen ein gesegnetes und befreiendes Osterfest!

Hermann Messerer




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